PiSat2.0 – der Satellitenrekorder

Hallo allerseits. Es ist so weit. PiSat2.0 ist fertig. Nach ausgiebiger Testphase, ist die neue Version 2.0 ab sofort verfügbar.

Was hat sich geändert?

  • komplett automatische Satellitenzeitenermittlung
  • Freischaltcode basiert nun auf eMail-Adresse
  • Scriptausführung nach Satellitenaufnahme möglich
  • Einstellungen können am Windows-Rechner vorgenommen werden
  • Meteor bevorzugen
  • Satelliten mit max. Elevation unter xx° ignorieren

Komplett automatische Satellitenzeitenermittlung

Dies war mir der wichtigste Punkt. Denn auf Dauer nervt es, alle paar Wochen neue Satellitendaten von WxToImg ins PiSat-Programm schubsen. Zumal dafür Maus, Tastatur und Monitor an den Raspberry-Pi angestöpselt werden müssen. Allerdings gibt es den einen oder anderen, der nach einmaliger Einrichtung, den Raspberry an schlecht zugängliche Orte installieren möchte. Beispielsweise wäre es denkbar, den Raspberry direkt am Antennenmasten zu montieren. Hierfür bräuchte es nur ein wasserdichtes Gehäuse, sowie eine 5V-Leitung zum Raspberry. Sollte der WLAN-Empfang am Montageort nicht ausreichend sein, wird zudem eine Netzwerkleitung notwendig. Idealer Weise sollte die Antenne stets auf dem Dach installiert werden. Hier gibt es weitere Infos dazu. Durch die sehr geringe Länge der Antennenleitung, träten hier kaum Leitungsverluste auf und eine maximale Empfangsleistung wäre gegeben.

Freischaltcode aus Mailadresse

Hierzu habe ich mich entschlossen, um das nicht jedes Mal beim Neuaufsetzen des PiSat-Images ein neuer Code angefragt werden muss. Ab PiSat2.0 wird der Freischaltcode auf Basis eines komplexen Verschlüsselungsalgorhytmus aus der Mailadresse generiert. Der Code kostet 30€ und kann per Mail bei info@howablog.info angefragt werden. Das Geld dient der Weiterentwicklung der Software, sowie dem Betrieb des Blogs.

Scriptausführung nach Satellitenaufnahme

Diese Funktion dürfte vor allem die Bastler freuen, die mit den aufgezeichneten Satellitenbildern mehr machen wollen. Vielleicht per Bildprogramm/PHP die Satellitenbilder weiter bearbeiten, auf den eigenen Webspace uploaden und dergleichen. Das PiSat-Programm enthält zwar auch weiterhin die Funktion zur automatischen Bildergaleriegenerierung und Webseiten-Upload, aber wer eigene Wünsche hat, kann diese nun mittels Script realisieren.

Im Ordner Script befinden sich die Bilder des zuletzt empfangenen NOAA-Satelliten in Form von “aktuell-ir.jpg”, “aktuell-th.jpg” und “aktuell-vis.jpg”. Zudem ist in diesem Ordner eine Textdatei namens “SatData.txt” mit den Satellitendaten des zuletzt empfangenen NOAA-Satelliten zu finden. Diese Dateien können für das eigene Script genutzt und ausgewertet werden. Die Scriptausführung ist allerdings ebenso wie die automatische Galeriegenerierung und des Webseitenuploads, nicht in der kostenfreien Testversion verfügbar.

Einstellungen am Windows-Rechner ändern

Ein weiteres, wesentliches Kernstück der neuen 2.0-Version ist der “PiSat – Einstellungseditor für Windows”. Mit diesem können alle Einstellungen des PiSat-Programms am Windows-Rechner geändert werden. Der Editor nutzt hierbei die Netzwerkfreigabe des PiSat-Images. Beim Programmstart werden die aktuellen Einstellungen geladen, beim Klick auf “speichern” wird die “settings.ini” mit den neuen Einstellungen überschrieben. Das PiSat-Programm prüft alle 5 Minuten, ob die Einstellungen geändert wurden. Ist dem der Fall, lädt es die neuen EInstellungen und aktualisiert die Zeiten der beiden folgenden Satelliten. Die Datei “settings.ini” wird zudem lokal auf dem Rechner, im gleichen Ordner wie die “PiSat-Editor.exe” gespeichert. Falls die automatische Übertragung zum Raspberry scheitert, kann sie auch manuell rüber geschoben werden. Der Editor kann zudem genutzt werden, um die nächsten 2 Satelliten in Erfahrung zu bringen.

Der Editor kann hier herunter geladen werden.

Meteor bevorzugen

Diese neue Funktion verhindert das kurz vor dem Meteor-Satelliten erscheinende NOAA-Satelliten aufgezeichnet werden. Oft ist es der Fall, dass Beispielsweise NOAA18 5 Minuten vor Meteor M2-1 am Himmel erscheint. Das PiSat-Programm würde im Normalfall den zuerst erscheinenden NOAA18 bis zu seinem Untergang aufzeichnen. Dadurch würde Meteor M2-1 verpasst werden. Da die Meteor-Satelliten deutlich höher aufgelöst sind, bevorzuge ich diese und bin durchaus etwas traurig, wenn die Aufnahme durch einen kurz zuvor erscheinenden NOAA-Satelliten verhindert wurde.

Ist der Haken bei “Meteor bevorzugen” gesetzt, werden die Zeiten der beiden nächst folgenden Satelliten miteinander verglichen. Hierbei werden von der Startzeit des Meteor-Satelliten 17 Minuten abgezogen. Die Funktion “NOAA’s ignorieren” gibt es auch weiterhin, der Haken dafür wurde allerdings unsichtbar gemacht. Ist die Meteor-Startzeit abzüglich 17 Minuten erreicht, so wird die Funktion “NOAA’s ignorieren” aktiviert und nach erfolgreicher Meteor-Aufnahme wieder deaktiviert.

Beispiel: NOAA18 startet um 11:55 Uhr. Meteor M2-1 startet punkt 12:00 Uhr. Ist der Haken bei “Meteor bevorzugen” gesetzt, wird um 11:43 Uhr (12:00 Uhr – 00:17 = 11:43 Uhr) die Funktion “NOAA’s ignorieren” aktiviert und NOAA 18 entsprechend ignoriert. Als nächstes wird daher Meteor M2-1 aufgezeichnet. Ist dessen Aufzeichnung fertig, wird die Funktion “NOAA’s ignorieren” wieder deaktiviert.

Satlliten max. Elevation

Diese Funktion verhindert das PiSat2.0 sämtliche empfangbare Satelliten aufzeichnet. Hierdurch kann gewählt werden ab welcher maximalen Elevation die Satelliten aufgezeichnet werden sollen. Beispielsweise sind horizontnahe Satelliten in der Regel relativ schwach zu empfangen. Ab etwa 25-30° maximale Elevation sind sie dann meist ausreichend gut empfangbar.

Der erste Start

In der ZIP-Datei sind viele nützliche Programme wie Orbitron, SDRSharp und auch der “Einstellungs-Editor für Windows” enthalten. Zudem beinhaltet sie die “PiSat.img”-Datei, welche mittels Win32DiskImager auf eine mind. 8GB große MicroSD-Karte zu übertragen ist. Nun steckt Ihr die SD-Karte in den Raspberry, schließt noch externe Hardware (wie SDR-Stick, Maus, Tastatur und Monitor) an und zum Schluss kommt Strom auf den Raspberry. Dieser bootet und startet erstmalig mit dem PiSat-Image. Hierbei lädt das PiSat-Programm alle notwendigen Programmelemente von der Bloghomepage, legt Einstellungsdateien an, fragt Eure Mailadresse ab und installiert sowie startet WxToImg.

Nutzer der bisherigen PiSat-Version bekommen PiSat2.0 per Softwareupdate aufgespielt. Dies kann über die Funktion “Auto-Update” oder per Button “Softwareupdate” erfolgen. Das neue PiSat2.0-Prgramm analysiert kurz die Ordnerstruktur und nimmt Anpassungen an. So wird beispielsweise der nicht mehr benötigte Zeitendekoder sowie der Ordner “Satdata” gelöscht.

Anleitungsvideos:

Dieses Video zeigt noch die Einrichtung des PiSat-Programms Version 1.0. Das “rüber schieben” der Satellitendaten, im Video gezeigt ab Zeitpunkt 15:50 ist nicht mehr notwendig. Das erledigt PiSat2.0 nun selbstständig.
Dieses Video zeigt die Aufnahme und Dekodierung der Meteor-Wettersatelliten. Das ganze Prozedere mit Orbitron und dem Übertragen der Zeiten, ist bei PiSat2.0 nicht mehr notwendig. Die Satellitenzeiten ermittelt PiSat2.0 nun selbstständig. Daher wird dieses Video erst ab Zeitpunkt 5:15 interessant.

Links:

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