AutoLicht – wie wichtig gutes Licht auf der Straße ist

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Der Winter naht mit großen Schritten und die Nächte werden immer länger. Zeit sich der Fahrzeugbeleuchtung zu widmen.

  • Funktionieren alle Lampen?
  • Sind die Scheinwerfer sauber?
  • Sind die Scheinwerfer richtig eingestellt?
  • Gibt es stärkere Leuchtmittel als die Verwendeten?
  • Ist die Frontscheibe sauber?
  • Arbeiten die Scheibenwischer ohne zu schmieren?

Dies sind die Fragen, welche es zu beantworten gilt. Besonders wichtig ist hierbei die richtige Scheinwerfereinstellung. Sind sie zu hoch eingestellt, wird der Gegenverkehr bzw. die vorrausfahrenden Fahrzeuge geblendet. Sind sie zu niedrig eingestellt, sieht man selbst kaum etwas. Hier lohnt ein kurzer Besuch in der Werkstatt. Innerhalb weniger Minuten sind die Scheinwerfer richtig eingestellt.

Ein kurzer Besuch in der Werkstatt

Genau deswegen hatte ich mein Auto in der Werkstatt. Vorab kurz angerufen und einen Termin vereinbart und innerhalb von 10 Minuten waren meine Scheinwerfer kostenfrei eingestellt. Mir war zuvor aufgefallen, dass mein Lichtkegel relativ kurz war. In etwa 30m – 40m, hatte ich bereits die “Hell-Dunkel-Grenze” auf der Fahrbahn. Für höhere Geschwindigkeiten ist diese geringe Leuchtweite sehr ungeeignet. In der Werkstatt wurde mir dann auch bestätigt, dass die Scheinwerfer zu niedrig eingestellt waren. Die erste Fahrt mit der neuen, korrekten Einstellung war eine wahre Erleuchtung. Endlich strahlen die Scheinwerfer so weit, dass mir auch höhere Geschwindigkeiten kein Unbehagen mehr bereiten.

Stärkere Leuchmittel bringen mehr Licht auf die Straße

Zudem habe ich mir neue Halogenlampen bestellt. Die Osram Night Breaker Laser. Großer Name, ist aber auch nur eine Halogenlampe. Bei dieser ist der Glühfaden dünner und enger gewickelt. Dadurch wird er heißer und leuchtet entsprechend heller. Zudem gibt er ein etwas weißeres Licht von sich, als gewöhnliche Halogenlampen. Das Resultat ist nicht nur etwas mehr Licht, sondern auch ein höherer Kontrast, was das Helligkeitsempfinden zusätzlich steigert.

Denn unsere Augen funktionieren bei weißem Licht am Besten. Je näher das Licht an die rund 6000 Kelvin Farbtemperatur der Mittagssonne kommt, desto besser können wir sehen. Entsprechend fällt das Sehvermögen bei warmweißen Halogenlampen mit 3000 Kelvin eher gering aus. Wir sehen etwas, aber nicht sehr kontrastreich, wodurch es realtiv dunkel wirkt und kaum Details bietet.

Allerdings blendet uns dieses warmweiße Licht auch kaum. Denn auf dieses warmweiße Licht reagieren unsere Augen deutlich unempfindlicher als auf 6000K kaltweißes Xenon- oder LED-Licht. Was für den Fahrer eines LED oder Xenon beleuchteten Autos ein Segen ist, wird für dessen Gegenverkehr und Vordermann zum Fluch. Denn sind die Scheinwerfer zu hoch eingestellt, oder der Lichtkegel schwenkt durch Bodenwellen immer wieder kurz hoch, werden diese durch das grelle Licht geblendet.

Gerade als Vordermann eines Fahrzeugs mit zu hoch eingestellten Xenon oder LED-Lichts wird man über die Rückspiegel dauerhaft geblendet. Hier verschafft zwar die Abblendfunktion des Innenspiegels Linderung, aber auch über die Aussenspiegel kommt noch viel Licht ins Auto. Zu der blendenden Wirkung gesellt sich dann meist noch die ablenkende Wirkung. Man beginnt nach Möglichkeiten zu suchen, um dem grellen Licht, welches von hinten ins Auto dringt, entgegen zu wirken. Die beste Lösung, welche ich persönlich bevorzuge, ist ein kurzes ran fahren an den Straßenrand. Einfach den Blender vorbei lassen und dann geht die Fahrt blendfrei weiter. Denn meiner Erfahrung nach, haben es die Blender auch oft eilig und stehen einem gern im Kofferraum.

LED-Retrofit – Top Alternative zu Halogenlampen, aber auch zugelassen?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wer mit Standard-Halogen-Glühwürmchen unterwegs ist, freut sich ungemein, wenn er nach 2-3 Sekunden, durch Blendung ausgelöster Finsternis, endlich wieder etwas sieht. Hier wäre es von Vorteil, wenn auch Halogenfahrer auf LED aufrüsten könnten. Können sie auch. Das Mittel der Wahl heißt LED-Retrofit. Dies sind LED-Leuchtmittel, welche in eine Halogenlampenfassung passen und mindestens die doppelte Lichtmenge auf die Straße strahlen. Während diese Retrofit Leuchtmittel in den USA und dem asiatischen Raum zugelassen sind, stellt sich die EU hier leider quer. Die EU sagt, die LED-Leuchtmittel haben in den Scheinwerfern von Haus aus fest verbaut zu sein. Entweder gibt es für den eigenen Fahrzeugtyp zugelassene LED-Scheinwerfer, oder man hat sich auch weiterhin mit Halogen-Glühwürmchen zu arrangieren. Und das, obwohl sonst immer jede Möglichkeit zur Steigerung der Verkehrssicherheit genutzt wird. Siehe Beispielsweise die zahlreichen Rückrufaktionen des KBA bei festgestellten Sicherheitsmängeln. Da werden oft hunderttausende Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen, teils mit Androhung des Entzugs der Betriebserlaubnis, weil eine verschwindend geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass durch ein fehlerhaftes Bauteil eine Gefährdung entstehen kann.

Dabei wären diese LED-Retrofit-Leuchtmittel eine echte Alternative zu den deutlich lichtschwächeren Halogenbirnchen. Sie halten länger, ziehen deutlich weniger Strom aus der, im Winter ohnehin sehr geforderten Starterbatterie und halten auch bedeutend länger. Ein Ausfall von LED-Leuchtmitteln ist deutlich unwahrscheinlicher, als es bei Halogen-Lampen der Fall ist. Nach dem Einbau kurz die Scheinwerfer eingestellt, so dass niemand geblendet wird und dann wären sie das deutlich bessere Leuchtmittel.

Nach weiterer Recherche bin ich allerdings dann doch fündig geworden und weiß nun, warum sich der Gesetzgeber mit den LED-Retrofit-Leuchtmitteln so schwer tut. Hintergrund ist die Bauart der Optik des Scheinwerfers. Denn diese ist auf eine Punktfömige Lichtquelle optimiert. Dünne, gewickelte Glühdrähte strahlen auf geringstem Raum eine große Menge Licht ab. Und zwar in alle Richtungen einigermaßen gleichmäßig. Und genau da liegt das Problem. Eine LED kann das nicht. Bei LEDs leuchtet immer eine mehr oder weniger große Fläche. Damit stellt die LED keine punktförmige Lichtquelle dar. Zudem verträgt eine LED keine große Wärmeentwicklung, weswegen die Abwärme abgeleitet werden muss. Eine Glühwendel wird zwar auch heiß, kann aber deutlich höhere Temperaturen vertragen, als ein LED-Chip. Wenn es also gelingt, auch LEDs als punktförmige Lichtquelle herzustellen, dann sollte der EU-Zulassung nichts mehr im Wege stehen.

Bis dahin stellen Osram und Philips mit ihren 150%-Halogenlampen die beste Möglichkeit für ein deutlich helleres Scheinwerferlicht dar. Gerüchten zufolge, arbeitet Osram schon einige Jahre daran, ein LED-Leuchtmittel als Halogenleuchtmittel-Ersatz zu entwickeln, welches dann sogar in der EU für den Straßenverkehr zulässig ist. Ich denke, sobald ich höre, dass diese Osram-LED-Leuchtmittel käuflich sind, landen sie ziemlich sicher auch umgehend in meinen Scheinwerfern.

eigene Erfahrungen

Wie weiter oben schon geschrieben, habe ich mir die Osram NightBreaker Laser bestellt. Diese bringen schon deutlich mehr Licht auf die Straße, als Standard-Halogenlampen. Auch hat die richtige Scheinwerfereinstellung viel ausgemacht. Denn die Scheinwerfer waren zu tief eingestellt und leuchten nun deutlich weiter. Da mein Fernlicht noch mit Standardbirnen bestückt war, habe ich mir noch die Philips RacingVision bestellt. Im Vergleich mit den Osram, bringen diese ein weißeres Licht auf die Straße. Dadurch ist der Kontrast höher und man erkennt mehr Details. Auf Grund dessen, werde ich zukünftig nur noch die Philips bestellen. Diese machen einfach das bessere Licht.

Hier ein Vergleich zwischen konventionellen Halogenlampen (außen) und den Philips-Halogenlampen (mittig). Das weißere Licht, sowie die höhere Lichtmenge sind deutlich zu sehen.

Bei Nässe bin ich nun ebenfalls sicherer unterwegs. Auch wenn das Wasser auf den Straßen nach wie vor den größten Teil des Scheinwerferlichts nach überall streut und von der Straße entsprechend wenig zu sehen ist. Gerade Straßen ohne Fahrbahnmarkierungen sind bei Nässe auch weiterhin mit Vorsicht zu genießen. Aber die höhere Leuchtstärke als auch das weißere Licht machen sich bei trockener, als auch bei nasser Fahrbahn deutlich bemerkbar.

Da ich nun selbst sehr viel mehr sehe und meine Augen sich nicht mehr so sehr anstrengen müssen, empfinde ich das grelle Xenon sowie LED-Licht entgegenkommender Fahrzeuge, weit weniger blendend.

Fazit

Das Upgrade meiner Fahrzeugbeleuchtung war ein voller Erfolg. Zusätzlich zu den neuen, deutlich helleren Leuchtmitteln, hat auch die korrekte Scheinwerfereinstellung zu einer deutlichen Verbesserung meiner Lichtanlage beigetragen.

Sollten die LED-Retrofits auch in der EU eines Tages zugelassen werden und ich habe bis dahin noch kein neues Auto mit LED-Scheinwerfer, so werde ich sie spätestens dann, auch in meinem Auto verbauen.

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