Antennenverstärker für den Satellitenempfang

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In den letzten Tagen habe ich mich mit der Verbesserung meines Satellitenempfangs beschäftigt. Nachdem mir durch das PiSat-Image ein zweiter Satellitenempfänger zur Verfügung stand, hatte ich 2 SDR-Empfänger parallel zu laufen:

Hier sind 2 DVB-T Sticks parallel geschaltet, an einer Antennenweiche. Leider entstehen durch die Antennenweiche geringe Verluste, welche die Empfangsstärke herab setzen.

Wie in der Bildbeschreibung schon geschrieben, setzt die Verwendung einer Antennenweiche die Empfangsqualität herab. Daher musste ein Verstärker her. Vor längerer Zeit hatte ich mit einem LNA4ALL-Antenneverstärker experimentiert. Diesen hatte ich mir direkt vom Vertreiber zuschicken lassen. Bestückt mit 2 F-Kupplungen, setzte ich ihn zunächst direkt oben auf die Antennenweiche.

Wie im Bild zu sehen ist, wird der LNA4ALL direkt mit den 5V vom USB-Anschluss eines der beiden DVB-T Sticks gespeist. Da der Verstärker eine nackte Platine ohne HF-schirmendes Gehäuse ist, kam es zu einer entsprechend starken Einstrahlung von Störsignalen. Der Empfang verschlechterte sich deutlich.

Daher kam mir schnell die Idee, das Antennenkabel weiter oben, weit von den DVB-T Sticks entfernt, zu kappen und dort den Verstärker zu positionieren.

Da ohne stützendes Gehäuse allein die Platine die Krafteinwirkungen der Antennenleitungen aufnehmen muss, habe ich sie mit Heißkleber versiegelt und für eine gewisse Stützwirkung gesorgt. Ohne den Heißkleber ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass bei geringen Kabelbewegungen die Platinenkontakte abreißen.

Die erste Zeit lang, zeigten sich top Satellitenbilder. Doch mit der Zeit kamen einige Störfrequenzrn zurück. Bei weitem nicht so stark, wie zuvor, aber stark genug um den Empfangsqualität deutlich zu reduzieren. Daher habe ich nun zu einfacher Alufolie gegriffen:

Sieht komisch aus, funktioniert aber. Der Kabelbinder drückt die Alufolie fest auf die F-Stecker und sorgt somit für eine feste Masseverbindung. Über diese werden alle auf die Alufolie einstrahlenden HF-Frequenzen abgeleitet und der LNA4ALL-Verstärker ist vor Störsignalen geschützt. Das Ergebnis ist so gut, dass ich nun keinerlei Störsignale im Wasserfalldiagramm von SDRSharp oder HDSDR mehr entdecken kann. Dafür habe ich ständig haufenweise OrbComm-Satelliten auf 137,xxxMHz, was auf top Empfang hindeutet.

Auch die Satellitenbilder können sich sehen lassen:

Die in diesem Satellitenbild angegebenen 15° sind nicht gerade viel. Wenn man sich einen Winkelmesser nimmt, dort 15° einstellt und anschaut, wie knapp der Satellit hier über den Horizont gezogen ist. Zum Vergleich, in Flensburg steht die Sonne am 21.12. um 12 Uhr Mittags 11,9° über dem Horizont. In München sind es hingegen am 21.12. um 12 Uhr ganze 18,5°. Maximal kann der Satellit einen Winkel von 90° ereichen. Hierbei überfliegt er dann den eigenen Standort.

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